Handbuch Psychoedukation & Selbstmanagement
Behrendt, B., & Schaub, A. (Hrsg.) (2005). Handbuch Psychoedukation und Selbstmanagement: Verhaltenstherapeutische Ansätze für die klinische Praxis. Tübingen: DGVT-Verlag
Kapitel 16 Psychoedukation bei Persönlichkeitsstörungen - ein neues gruppentherapeutisches Programm
Petra Schuhler & Bernt Schmitz
Das Handbuch der Psychoedukation zeigt anschaulich, wie wichtig verständlich aufbereitetes Wissen in der Psychotherapie ist. Im Mittelpunkt steht die Idee, Patient/innen plausible Modelle ihrer Probleme zu vermitteln: Sie sollen ihre Erkrankung besser einordnen, nachvollziehen, in einen biografischen Kontext einbinden können. Aus der Einsicht in solche Zusammenhänge entsteht Selbstwirksamkeit.
Vor diesem Hintergrund beschreiben Schuhler und Schmitz Persönlichkeitsstörungen. als tief verwurzelte Muster des Denkens, Fühlens und Handelns, die oft in den frühen Beziehungserfahrungen wurzeln. Beschrieben wird ein evaluierter Ressourcen- und kompetenzorientierter Ansatz, der die Persönlichkeitsstörung direkt in den Fokus der Therapie stellt. Zu den zentralen Methoden zählen Emotionsaktivierung und die Vermittlung plausibler Erklärungsmodelle durch Narrative.