Supervision
Das Loop-Modell
Drei Ebenen. Für mehr Klarheit. Mehr Tiefe. Mehr Wirkung.
Das Modell bringt Ordnung in die komplexe Vielfalt von Supervision. Es unterscheidet Psychotherapie, Supervision und Master-Supervision – drei Ebenen, die ineinandergreifen und sich gegenseitig stärken können.
Supervision der Psychotherapie: Raum, um therapeutische Prozesse zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Anspruchsvolle Fallverläufe, Beziehungsdynamiken und die eigene professionelle Haltung werden betrachtet. So entstehen Klarheit, neue Perspektiven und eine vertiefte Qualität in der therapeutischen Arbeit.
Master-Supervision: der Raum für Supervisorinnen und Supervisoren, um Supervisionsprozesse besser zu verstehen, Herausforderungen zu klären und die eigene Haltung weiterzuentwickeln. So wird die Qualität der Supervision und damit die Psychotherapie gestärkt und die eigene Professionalität vertieft.
Perspektiven verbinden. Verständnis vertiefen. Entwicklung anstoßen.
Inhalt und Methodik
Inhalte der Supervision
Im Mittelpunkt der Supervision steht - neben der fallbezogenen Arbeit in methodischer Hinsicht - was sich im therapeutischen Prozess und der Beziehungsgestaltung im Hier-und-Jetzt zeigt
Dieses Angebot richtet sich an Psychotherapeut/innen in Ausbildung (PiA - Psychotherapeut/innen in Ausbildung) nach noch geltender Weiterbildungsordnung und an approbierte Psychotherapeut/innen nach neuer Weiterbildungsordnung:
- Reflexion aktueller psychotherapeutischer bzw. supervisorischer Fälle
- Umgang mit komplexen oder herausfordernden Therapie- und Supervisionssituationen
- Wahrnehmung und Umgang mit eigenen emotionalen Reaktionen
- Entwicklung und Klärung der eigenen therapeutischen bzw. supervisorischen Haltung
- Arbeit mit anspruchsvollen, mehrdimensionalen Prozessen
- Diagnostik und Behandlungsplanung
- Umgang mit Krisen und schwierigen Verläufen
- Ethische Fragestellungen und professionelle Rollengrenzen
- Selbstfürsorge und inneres Gleichgewicht im beruflichen Kontext
- Fall- und Prozesssupervision in Einzel- und Gruppentherapie
- Therapeutische Beziehung und Übertragungsdynamiken in Therapie und Supervision
Darüber hinaus biete ich Selbsterfahrung und Lehrtherapien im Rahmen beider Weiterbildungsordnungen an, in Verhaltenstherapie und Tiefenpsychologie, sowohl im Einzel- als auch im Gruppensetting.
Inhalte der Master-Supervision
Im Zentrum der Master-Supervision steht nicht nur der Fall, sondern die Haltung, mit der supervisorische Prozesse verstanden, gestaltet und vermittelt werden.
Dieses Angebot richtet sich an approbierte psychologische und ärztliche Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, die mit supervisorischen Aufgaben in Klinik oder Praxis betraut sind, sowie an solche, die sich in supervisorischer Ausbildung befinden oder eine solche anstreben und schon erfahrene Kolleginnen und Kollegen mit Leitungs- und Ausbildungsaufgaben.
- Reflexion, Klärung und Weiterentwicklung der supervisorischen Perspektive
- Entwicklung einer konsistenten supervisorischen Haltung
- Differenzierung zwischen Therapie- und Supervisionsebene
- Wahrnehmung eigener emotionaler Reaktionen im supervisorischen Kontext
- Arbeit mit triadischen Konstellationen (Patient/in, Therapeut/in, Supervisor/in)
- Einbezug institutioneller Rahmenbedingungen
- Umgang mit Rollenkonflikten
- Unsicherheiten bei diagnostischen Fragen und in der supervisorischen Vorgehensweise
- Entwicklung eines eigenen methodischen Repertoires.
Falls gewünscht, kann die Master-Supervision mit Selbsterfahrungselementen verbunden werden.
Methodik und Haltung
Beides ist wichtig, weil Psychotherapie meist in persönliche und berufliche Beziehungen hineinwirkt, in denen Veränderungsprozesse vielschichtig gestaltet sind. Um solche Prozesse angemessen zur Entfaltung zu bringen, braucht es mehr als Methoden - es braucht eine klare innere Haltung. Deshalb genügt es mir nicht, Methoden und Techniken zu fokussieren, sondern anzuleiten, wie diese Haltung im konkreten Arbeiten spürbar werden kann und behutsam Entwicklungsimpulse zu geben.
Dabei fließen körperlich-affektive Resonanzen und feinfühliges Mitschwingen ein. So entsteht ein Referenzmodell für das eigene psychotherapeutische oder supervisorische Handeln. Auf dieser Basis entsteht das Vermögen, tragfähige Beziehungen in Psychotherapie und Supervision wachsen zu lassen.
Vor diesem Hintergrund ist mein Supervisionsansatz methodenintegrativ: er verbindet humanistische, psychodynamische, körper-und emotionsfokussierte Perspektiven, sowie verhaltenstherapeutische und mentalisierungsbasierte Ansätze.
Im Mittelpunkt steht dabei die innere Dynamik, aus der heraus sich das beobachtbare Verhalten entwickelt. Besonders berücksichtigt werden Gefühle, Körperbezug, Resonanzen und Beziehungserfahrungen, sowie deren Bedeutung für den therapeutischen und supervisorischen Prozess.
Verkörperte Supervision in der Psychotherapie: Ein integrativer Ansatz mit Emotion, Resonanz und Körperbezug
Körper- und Emotionsarbeit setze ich dann ein, wenn dies den Prozess vertieft: Der Fokus liegt auf dem Leib als erlebtem Körper – als Ort von Empfindung, Stimmung und Resonanz – und auf Affekten, die sich oft zuerst körperlich zeigen, noch bevor sie sprachlich gefasst werden können.
Wie kann es gelingen, bei feinen Regungen, bei Spannung und Nachlassen, bei Atem, Haltung und Empfindung zu bleiben? Mit einfühlendem Verstehen, emotionaler Aktivierung und einer wachen Aufmerksamkeit für leiblich-körperlich Resonanzen.
In einer Supervision, die zeigt, wie Denken, Fühlen, Verhalten und körperlich-leibliches Erleben verbunden werden können.
Mit einem Ansatz, der innere Prozess nicht nur bespricht, sondern im leiblichen Erleben verankert.
In einer Supervision, die sich in der individuellen Praxis entfaltet – in der Begegnung, im Dialog, im Wahrnehmen innerer Resonanzen, im leiblichen Erleben.
Supervision gruppentherapeutischer Prozesse
Bei der Supervision und Meta-Supervision gruppentherapeutischer Prozesse gelten andere – und oft deutlich höhere – Anforderungen als für die Supervision von Einzeltherapien. Denn hier geht es nicht nur um die Entwicklung in einer dyadischen Beziehung, sondern um Dynamiken, Beziehungen und Prozesse innerhalb einer Gruppe.
Die Gruppentherapie ist der geborene Raum für Begegnung und Entwicklung. Gruppen sind schließlich von Natur aus Orte des Wachstums. Dort können Individualität, emotionale Resonanzen und Beziehungsstile erfahrbar und entfaltet werden. Ob das gelingt, steht und fällt mit der gruppentherapeutischen Kompetenz. Hier setzt die Supervision an, die wiederum an Supervisorin und Supervisor hohe Anforderungen stellt.
Wichtiger Ausgangspunkt: Statt therapeutische Gruppen als lose Ansammlung einzelner Menschen zu verstehen, diese als lebendige Netzwerke aufzufassen.
Körperliche Resonanzen spielen dabei ein große Rolle und sollten wahrgenommen und zum Tragen gebracht werden. Dann entstehen Dynamiken, die Veränderung ermöglichen - wenn die gruppentherapeutische Person diese mit fachlicher Sicherheit und Gespür leitet, was im Mittelpunkt meiner Supervision und Metasupervision steht.
Vertieftes Verständnis gruppendynamischer Prozesse mit methodenfundiertem und zugleich praxisrelevantem Wissen verbinden. Therapeutisches Können und sicheres Gespür für die Gruppenleitung zu entwickeln bzw. dazu anzuleiten - das ist das Ziel von Supervision und Meta-Supervision.