Pathologischer PC-/Internet-Gebrauch bei Patient/Innen der stationären psychosomatischen und Suchtrehabilitation

Schuhler, P., Sobottka, B., Vogelgesang, M., Fischer, T., Flatau, M., Schwarz, S., Brommundt, A., & Beyer, L. (2011). Pathologischer PC-/Internet-Gebrauch bei Patient/Innen der stationären psychosomatischen und Suchtrehabilitation: Projektbericht. Lengerich: Pabst Science Publishers.

 

Der Pathologische PC-/Internet-Gebrauch hat sich als schwere, oft chronische Erkrankung junger Erwachsener rasch verbreitet. Diesem brisanten Problem in der Gesundheitsversorgung steht aber noch wenig klinisches Wissen gegenüber. Das Buch hat sich zur Aufgabe gemacht, diese Lücke schließen zu helfen.

In der Studie mit 400 Patienten und Patientinnen der stationären psychosomatischen und Suchtbehandlung wird das Krankheitsbild des pathologischen PC-/Internet-Gebrauchs erforscht. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob diese Gruppe mit denen mit pathologischem Glücksspielen, Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit und psychosomatische Erkrankungen ähnlich sind - oder ob Unterschiede  in er Weise zu erkennen sind, dass die Gruppe mit pathologischem PC-Internet-Gebrauch  als distinktive Patientengruppe  angesehen  werden  muss. Die Untersuchungsmerkmale  reichten von soziodemografischen Merkmalen, über Symptomatologie, Persönlichkeitscharakteristika  und interpersoneller  Problematik bis zu  arbeitsbezogenen  Erlebens-und Verhaltensmustern. Die Ergebnisse zeigten beim pathologischen PC-/Internet-Gebrauch bereits im jungen Erwachsenenalter eine ausgeprägte Rehabilitationsindikation, die von hoher psychischer und somatischer Komorbidität geprägt ist, sowie von weitgehender Gefährdung der beruflichen Leistungsfähigkeit, sozialen Integrations- und Alltagsbewältigungsfähigkeit.