Pathologischer PC- und Internet-Gebrauch

Eine Therapieanleitung

Schuhler, Petra; Vogelgesang, Monika (2012). Pathologischer PC- und Internet-Gebrauch. Eine Therapieanleitung. Unter Mitarbeit von Holger Feindel. Göttingen: Hogrefe

Das Buch setzt damit an, dass problematischer Medienkonsum häufig nicht isoliert auftritt, sondern eng mit zugrunde liegenden psychischen Belastungen wie Unsicherheit, Stress, emotionalen Konflikten oder einem verminderten Selbstwertgefühl verbunden ist. Digitale Medien übernehmen dabei oftmals eine kompensatorische Funktion, indem sie kurzfristig Entlastung, Kontrolle oder soziale Zugehörigkeit vermitteln.

Ein zentraler Bestandteil des Buches ist die Differenzierung zwischen normalem, riskantem und pathologischem Nutzungsverhalten sowie die Darstellung diagnostischer Kriterien. Darüber hinaus werden Wechselwirkungen zwischen Mediengebrauch, emotionalem Erleben, kognitiven Prozessen und sozialen Beziehungen erläutert.

Ziel der Behandlung ist die Identifikation dysfunktionaler Verhaltensmuster, die Entwicklung funktionaler Bewältigungsstrategien sowie die Stärkung von Selbstregulation und sozialen Kompetenzen.

Die Schwerpunkte der Behandlung umfassen aufeinander abgestimmte Ansätze:

Diagnostische und anamnestische Vorgehensweisen:
Eine differenzierte Diagnostik sowie eine sorgfältige biografische Anamnese bilden die Basis für eine individuell abgestimmte Behandlung.

Metaphergestützte Techniken:
Diese dienen der Förderung der Symbolisierungsfähigkeit und unterstützen Patientinnen und Patienten dabei, innere Prozesse besser wahrzunehmen und auszudrücken.

Bindungsorientierte Perspektive:
Frühere Beziehungserfahrungen und Bindungsdynamiken werden als zentrale Entwicklungsgrundlage berücksichtigt und in den therapeutischen Prozess integriert.

Therapeutische Beziehungsgestaltung:
Die Qualität der therapeutischen Beziehung bildet eine wesentliche Grundlage für Veränderung und ermöglicht korrigierende Beziehungserfahrungen.

Emotionale Aktivierung und Selbstregulation:
Emotionale Prozesse werden gezielt aktiviert und bearbeitet, um die Fähigkeit zur Selbstregulation nachhaltig zu stärken.

Transfer in den Alltag:
Therapeutische Erkenntnisse und neu erlernte Strategien werden systematisch in die Lebenspraxis übertragen und gefestigt.

Die Publikation richtet sich an Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten